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Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 24. Januar 2009 um 11:35

Welche Arten von Feuerlöschern gibt es?


Es gibt vier unterschiedliche Arten von Feuerlöschern, die für Sie als Privatperson in Frage kommen. Die Feuerlöscher unterscheiden sich in den Brandklassen und damit im Anwendungsgebiet sowie in der Beseitigung nach dem Gebrauch.

 

Der Pulver Löscher


Anwendungsbereich:

Feuerlöschpulver unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet und zugelassen sind.

ABC-Feuerlöschpulver sind für die Brände der Klassen A, B und C geeignet und zugelassen. Damit sind ABC-Feuerlöschpulver echte Universallöschmittel, die gegen fast alle Brandrisiken des täglichen Lebens mit Erfolg eingesetzt werden können.

Löscheffekt:

Die Wirkungsweise der ABC-Feuerlöschpulver in der Brandklasse A (Glutbrände) beruht auf der Ausbildung von Schmelzschichten, die eine Isolier- und Sperrwirkung entfalten. Damit wird die Diffusion von Sauerstoff in den Brandherd und die Aufheizung der unmittelbaren Brandumgebung verhindert sowie Rückzündungen unterbunden.

Die Wirkung in den Brandklassen B und C (Flammenbrände) beruht auf dem antikatalytischen Effekt, also einem direkten Eingriff in den Reaktionsablauf der Verbrennung (Verursachung einer Kettenabbruchreaktion). ABC-Feuerlöschpulver zeichnen sich durch einen schlagartig eintretenden Löscheffekt und hohe Löschleistung aus. Der Löschmittelstrahl ist elektrisch nicht leitend, daher ist eine Brandbekämpfung in elektrischen Anlagen bis 1.000 Volt möglich.

 

 

Der Schaumlöscher


Anwendungsbereich:

Feuerlöschmittel unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet und zugelassen sind.

Schaumlöschmittel haben die Zulassung für die Brandklassen A und B. Durch die Eigenschaft, auf Flüssigkeiten eine Sperrschicht zu bilden, sind Schaumlöschmittel vorwiegend für Oberflächenbrände geeignet (bei Tropfbränden sind sie praktisch wirkungslos).

Löscheffekt:

Schaumlöschmittel wirken, indem sie auf brennbaren Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind, sehr schnell eine gasdichte Schaumdecke bilden, die sich über die gesamte Oberfläche der Flüssigkeit ausbreitet (Brandklasse B). Die hohe Netzwirkung, verbunden mit dem Kühleffekt, bewirkt hervorragende Löscheigenschaften auch bei Bränden fester Stoffe (Brandklasse A).

 

 

 

 


 

Der Co²-Löscher


Anwendungsbereich:

Feuerlöschmittel unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet undzugelassen sind.

Kohlendioxid ist für die Bekämpfung von Bränden der Klassen B und C zugelassen, also gegen Brände von Flüssigkeiten und Gasen.

Kohlendioxid wird aufgrund seiner Löscheigenschaften meistens nur in geschlosse-nen Räumen eingesetzt. Einsatzbereiche sind Laboratorien, elektrische Anlagen, EDV-Räume und viele andere Arten des Raum- und Objektschutzes in Verbindung mit mobilen oder stationären Anlagen. Zunehmend wird Kohlendioxid auch als Ersatzprodukt für Halone eingesetzt.

Sicherheitsmaßnahmen:

Die Verwendung des Kohlendioxid als Feuerlöschmittel erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen:

Bei einem Einsatz in geschlossenen Räumen müssen wegen des rasch eintretenden akuten Sauerstoffmangels alle Personen rechtzeitig vorher gewarnt und evakuiert werden. Der Erstickungsgefahr kann durch Verwendung von Umluftunabhängigem Atemschutz vorgebeugt werden, ungeschützte Personen müssen die Räume sofort verlassen. Nach Verwendung des Löschmittels ist ausreichend zu lüften, bevor ungeschützte Menschen den Raum wieder betreten dürfen. Bei Beachtung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen gibt es keine Bedenken gegen den Einsatz dieses Feuerlöschmittels.

Löscheffekt:

Kohlendioxid löscht durch seine erstickende Wirkung (Verdrängung des Luftsauerstoffes). Die Kühlwirkung des Kohlensäureschnees ist sehr gering und spielt daher für den Löscheftekt keine Rolle. Kohlendioxid löscht rückstandsfrei und ist elektrisch nicht leitend.
 

 

Der Wasserlöscher


Anwendungsbereich:

Feuerlöschmittel unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet und zugelassen sind.

Das Feuerlöschmittel Wasser ist nur für Brände der Klasse A geeignet. Vorteilhaft ist die leichte Verfügbarkeit und der geringe Preis des Löschmittels (auch bei Verwendung von Zusätzen).

Löscheffekt:

Die Löschwirkung des Wassers beruht auf seinem Wärmebindungsvermögen. Die abkühlende Wirkung des Wassers stört die Reaktionsbedingungen der Verbrennung und behindert die weitere thermische Aufbereitung brennbarer Stoffe, so daß die Zufuhr brennbarer Gase und Dämpfe versiegt. Wasser löscht also durch Abkühlung.

Wasser hat eine relativ geringe Löschleistung. Es kann aufgrund seiner Eigenschaften nicht bei Fett- und Metallbränden eingesetzt werden. Da der Löschmittelstrahl elektrisch leitend ist, ist Wasser nur eingeschränkt in elektrischen Anlagen verwendbar (hierbei ist die DIN VDE 0132 zu beachten).

 

 

Quelle: bvfa-Information, Die Löschmittelhersteller

 

 

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